Gepostet von katharina am 23.05.2014

Deutscher Computerspiel-Preis: Die Gewinner im Überblick

Am 15. Mai 2014 wurden im Münchener Postpalast die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2014 geehrt und der LARA – der Deutsche Games Award – verliehen. 20 digitale Spiele aus 140 Einreichungen wurden letztendlich in sieben Kategorien nominiert und mit Preisen ausgezeichnet, die in diesem Jahr insgesamt mit 345.000 Euro dotiert waren.

Point&Click

Gewonnen hat „The Inner World“ von Studio Fizbin, Headup Games GmbH in der Kategorie bestes Deutsches Spiel mit einem Preisgeld von 50.000 Euro. Dabei beweist das kleine Studio mit seinem sympathischen Point&Click Adventure, in klassischer Tradition von Monkey Island und Co, dass es nicht immer große Explosionen oder Action benötigt, um eine originelle und interessante Spieleumgebung vorzufinden. „The Inner World“ weiß durch liebenswerte Hauptcharaktere, knifflige Rätsel und eine fesselnde Atmosphäre zu überzeugen.

Skurril und anders

„Es ist hart, dieses Spiel zu spielen, aber es ist wichtig, dass die Leute es versuchen“, sagte Mike Lee über „The Day the Laughter Stopped“ von Hypnotic Owl, das in der Kategorie Sonderpreis mit 10.000 Euro geehrt wurde. Es handelt sich dabei um ein völlig ohne Grafik auskommendes, auf Text basierendes, ungewöhnliches Adventure-Spiel, das den Spieler schon vor Beginn davor warnt, dass es ausgesprochen depressiv werden könne. Mit „Scherbenwerk – Bruchteil einer Ewigkeit“ hingegen versuchte die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sich an einem Action Jump&Run, das einer weit entfernten Mischung aus „Zelda“ und „Little Big Planet“ gleicht und hierfür mit dem Preis für das beste Nachwuchskonzept ausgezeichnet wurde.

Papers, Please

Der Spiele-Award LARA ging dieses Jahr ebenfalls an einige originelle Titel, die sich aus der Masse der Mainstream Spiele hervorheben. So erhielt das Simulationsspiel „Papers, Please“ von Lucas Pope die LARA für das beste internationale Spiel, in dem es ausschließlich darum geht, im Verlauf des Spieles unzählige Dokumente für potenzielle Einwanderer zu erstellen und darüber zu entscheiden, ob die benötigten Dokumente vorliegen oder nicht. Ein so ungewöhnliches Spiel, das zum ersten Mal zeigt, dass sich auch der klassische Beamtenalltag für interessante Computerspiele eignen kann.

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